Karl-Marx-Allee — Spuren Berliner Erinnerungspolitik

Workshop

9. Juli + 10. Juli 2020

MITKUNSTZENTRALE - Werkstatt für Kunst und Klima im öffentlichen Raum, Karl-Marx-Allee 1, 10178 Berlin

Aktions-, Diskussions- und Präsentationsreihe zur Erforschung des öffentlichen Raumes mit den Mitteln der Kunst

 

In der Architektur und der Gestaltung des Stadtraums wird die Verfasstheit einer Gesellschaft, ihr politisches System und ihre Identität symbolisch sichtbar: als Selbstbild und Vorbild, beschreibend und vorschreibend. Gerade eingreifende politische Veränderungen ziehen auch Veränderung in der symbolischen Besetzung des Stadtraums nach sich. Florian Göttke benutzt visuelle Methoden des Forschens, Sammeln, Bild-Recherche, Montage, und Kommentierung, und verarbeitet das gefundene Bild- und Textmaterial zu argumentativen Assemblagen. In seinen Arbeiten “Löwen & Adler” (zur Zeit in der Ausstellung “Blinde Winkel” im Kunstverein am Rosa Luxemburg Platz zu sehen) und “Aufmarschwege” spürt Göttke Artefakten nach die die politischen Brüche des 20. Jahrhunderts im Stadtraum Berlins zurückgelassen haben. 

“Aufmarschwege” hat die die Veränderungen auf der Stalinallee/Karl-Marx-Allee während des Kalten Krieges zum Thema, und ausgehend von dieser Arbeit werden wir im Workshop die rezenten Entwicklungen und die anstehenden Veränderungen der Karl-Marx-Allee in Hinsicht auf die Erinnerungsgeschichte Berlins untersuchen. Während einer Ortsbegehung (Spaziergang), durch Archivsuche und Gespräche werden wir sammeln und montieren, frei assoziieren und kommentieren um zu einer polemischen Bestandpunktsmomentaufnahme der gegenwärtigen Verfasstheit der Karl-Marx-Allee zu kommen.  

https://hausderstatistik.org

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